Bratwurststreit an der A9

Petition gestartet - Behörde droht mit Zwangsgeld
Montag, 19. Juni 2017

Der Streit um den Bratwurstverkauf an der A9 soll auf Angela Merkels Schreibtisch landen. Dazu hat die Imbiss-Betreiberin Christina Wagner eine Online-Petition gestartet. Darin steht: "Diese Petition wird versendet an: Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl 2017 Angela Merkel (CDU)". Mehr als 11.000 Unterschriften (Stand 19.06.2017).

Nun muss Christina 50.000 Unterschriften sammeln. Dabei geht es nicht nur um ihre Existenz, sondern auch um die Freiheit der Autobahnfahrer, sagt sie. 

Hier geht es zur Petition.

Rückblick:

Laut Gesetz dürfen nur auf Raststätten, nicht aber auf Autobahnparkplätzen Speisen und Getränke verkauft werden. Frau Wagners Wurstbude steht allerdings auf einem Autobahnparkplatz. Ein Zaun wurde deshalb errichtet, der den regulären Autobahnparkplatz von dem historischen Rasthaus Rodaborn trennt. Dennoch hatten die Betreiber seit Jahren Würste und Getränke auf Zuruf darüber hinweg verkauft. Dies hatte das Landesamt für Bau und Verkehr untersagt und ein Zwangsgeld angedroht. Frau Wagner hatte in letzter Instanz verloren.

Frau Wagner möchte aber nicht aufgeben: "Lieber gehen wir ins Gefängnis als den Verkauf einzustellen. Unser Antrag auf eine Verkaufserlaubnis wird von den Behörden immer wieder abgelehnt mit dem Verweis darauf, dass Lizenzen nur an die 'Tank und Rastgruppe' vergeben werden. Sie haben quasi ein Monopol."

radio SAW Mordertor Jan Seifert hat sich die Imbissbude und den Bratwurstzaun im vergangenen Jahr einmal aus der Nähe angesehen. 

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