Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners beginnt

Per Hubschrauber werden die Bäume in der Altmark besprüht
Freitag, 19. Mai 2017

Eichenprozessionsspinner 1000 px

Eichenprozessionsspinner
Eichenprozessionsspinner

Sachsen-Anhalts Umweltministerium lässt ab Samstag, den 20. Mai 2017, den Eichenprozessionsspinner aus der Luft bekämpfen. Wegen des warmen Wetters, sind die Raupen jetzt auf einem einheitlichen Entwicklungsstand, sodass sich die Bekämpfung nun lohnt.

Ein Hubschrauber besprüht mit chemischen Mitteln die Bäume an den Waldrändern. Los geht es im Altmarkkreis Salzwedel, hier besprüht der Hubschrauber zuerst die Bäume im Bereich Sanne-Kerkuhn. Danach fliegt er weiter nach Rochau im Landkreis Stendal. Am Spnntag, 21. Mai 2017 wird er den Eichenprozessionsspinner u.a. am Elberadweg in der Verbandsgemeinde Seehausen bekämpfen. Auch im Dessau-Wörlitzer Gartenreich hat sich der Eichenprozessionsspinner angesiedelt. Dort ist am Montag, 22. Mai 2017 ein Hubschrauber zu dessen Bekämpfung im Einsatz.

Die giftigen Raupen fressen nicht nur Bäume kahl sondern führen bei manchen Menschen zu allergischen Reaktionen.

Folgende Teile sind im Altmarkkreis Salzwedel betroffen:
Teile der Gemarkungen Fleetmark, Kerkau, Kleinau, Lohne, Sanne-Kerkuhn, Jeggeleben, Badel, Apenburg, Brüchau, Jemmeritz, Kakerbeck und Winkelstedt.

Folgende Teile sind im Landkreis Stendal betroffen:
Stadt Bismark, Teile der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck, Seehausen, Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte, Stadt Tangermünde, Teile der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land und Hansestadt Havelberg

Im Rahmen des Hubschraubereinsatzes wird es auch zu kurzfristigen Straßensperrungen kommen. Davon betroffen sind folgende Abschnitte an den Kreisstraßen: K1020 bei Eickerhöfe (Flugplatz Pollitz), K1469 zwischen Demker und Weißewarte (Flugplatz Weißewarte), K1023 von Kümmernitz bis zur Landesgrenze, K1024 zwischen Waldfrieden und Klein Damerow sowie zwischen Klein Damerow und Vehlgast sowie an K1025 zwischen Klein Damerow und Damerow (Flugplatz Havelberg).

An allen behandelten Objekten (auch Wald) sind Hinweisschilder angebracht, die darauf verweisen, dass das Begehen und Befahren für 8 nach der Behandlung vom Boden und 12 Stunden nach der Befliegung durch den Hubschrauber verboten ist. Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass der Verzehr von Waldpilzen, Beeren und Wildkräutern 3 Wochen nach der Anwendung auszuschließen ist!

Hintergrundinfo:
Für 2017 sind drei Regionen in Sachsen-Anhalt für die Bekämpfung des Schädlings ausgemacht worden: die Betreuungsforstämter westliche Altmark (Landkreis Salzwedel), nordöstliche Altmark (Landkreis Stendal und Jerichower Land) sowie Annaburg (Landkreis Wittenberg). Die Flächen umfassen rund 650 Hektar. Die Wälder und Felder werden an den Rändern auf einer Breite von rund 30 Metern besprüht. Schwerpunkte sind vor allem touristisch genutzte Gebiete und Ortsränder. Die Maßnahmen sind für den Zeitraum 20. bis 22. Mai geplant.

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