Andrang beim LKA in Magdeburg

Sonntag, 22. Mai 2016

Rund 2000 Menschen haben am Samstag die seltene Gelegenheit genutzt, beim Tag der offenen Tür einen Blick hinter die Kulissen des Landeskriminalamtes (LKA) zu werfen. Dabei demonstrierten etwa Spezialkräfte die Festnahme eines bewaffneten Kriminellen, wie LKA-Sprecher Andreas von Koß sagte. Auch wurde über die Arbeit der Spurensicherung an Tatorten sowie die von Handschriftexperten informiert. Vor allem ältere Besucher nutzten zudem die Gelegenheit, sich zum Schutz vor Einbrechern und anderen Kriminellen beraten zu lassen. Anlass für den Tag der offenen Tür war das 25-jährige Bestehen der Behörde mit rund 600 Mitarbeitern.

Ob Rechtsextremismus, Drogenkriminalität, Waffenschieberei oder Kinderpornografie im Internet: Das Landeskriminalamt konnte seit seiner Gründung viele Erfolge verzeichnen. Eine Reihe von Fällen sind aber noch nicht aufgeklärt. Darunter einige größere Brandanschläge:

2012 - Auf dem Gelände eines Autohauses in Magdeburg gehen 13 nagelneue Polizeidienstfahrzeuge in Flammen auf. Der Sachschaden liegt bei 400 000 Euro. In Dessau verüben Unbekannte einen Brandanschlag auf das Polizeirevier. Bis heute wird nach den Tätern gesucht. Es sind 20 000 Euro Belohnung ausgesetzt.

2013 - Auf die Elb-Havel-Bundeswehr-Kaserne in Havelberg wird ein Brandanschlag verübt. Mit Brandsätzen zerstören Unbekannte 16 Bundeswehrfahrzeuge und verursachen einen Schaden in Millionenhöhe. Der Fall ist bis heute nicht aufgeklärt. 20 000 Euro Belohnung sind weiterhin ausgesetzt.

2015 - In Tröglitz (Burgenlandkreis) setzen Unbekannte eine geplante Asylbewerberunterkunft in Brand. Es wird wegen schwerer Brandstiftung ermittelt. Ein Tatverdächtiger wird ermittelt, jedoch wieder aus der Untersuchungshaft entlassen. Bis heute ist eine Belohnung von 20 000 Euro ausgelobt. Das LKA führt derzeit noch letzte Ermittlungen, bevor das Verfahren an die Staatsanwaltschaft Halle abgegeben wird, wie ein Sprecher mitteilte. Die Akte könnte Ende Mai übergeben werden.

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